Ökologie, Umwelt, Energie, Nachhaltigkeit, Land- und Forstwirtschaft

Satteins stellt sich gerne als “saubere” Gemeinde dar. Gemeint ist damit die Gestaltung und Pflege von Häusern, Gärten und öffentlichem Raum. Wenn man aber genauer hinschaut, fällt auf, dass unter dieser gefälligen Oberfläche viele Zukunftsthemen brach liegen: die Versorgung mit Heizwärme aus Biomasse, die Umstellung auf CO2-neutrale Heizungen, die Produktion von Solarstrom, die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen u.a. Auch die Themen Müllvermeidung und Müllbeseitigung sind nicht zufriedenstellend gelöst.

Auf dem Gemeindegebiet von Satteins befinden sich große Wald- und Weideflächen. Daraus erwächst die Verantwortung, für eine nachhaltige Bewirtschaftung und eine allen Bewohnern und zukünftigen Generationen dienende Nutzung Sorge zu tragen.

  1. Was kann die Gemeinde tun, damit Restflächen, die sich maschinell nur schwer bewirtschaften lassen, als Siedlergärten oder Streuobstwiesen genutzt werden können?
  2. Wie kann die Gemeinde sicherstellen, dass bezüglich der großen gemeindeeigenen Grünflächen in der Au sowohl die Interessen der Landwirte als auch jene der Wirtschaft und der Gesamtbevölkerung berücksichtigt werden?
  3. Wie kann die Gemeinde die Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten aus unserem Dorf und der Region fördern?
  4. Was kann die Gemeinde unternehmen, damit das Gesamtvolumen an Abfall geringer wird?
  5. Wie können die Landwirte dafür gewonnen werden, im Herbst Gründüngung (z.B. Phacelia, Raps oder Weißer Senf) auszubringen und somit für ein willkommenes Nektarangebot für Bienen vor der Winterruhe sorgen?
  6. Wie kann die in den Wäldern von Satteins und in den holzverarbeitenden Betrieben anfallende Biomasse besser genutzt werden, um (Fern-) Wärme und elektrische Energie im eigenen Dorf zu produzieren?
  7. Welche Schritte sind notwendig, damit die Gemeinde ein Photovoltaik-Kraftwerk mit Bürgerbeteiligung  auf dem Dach der Mittelschule errichten kann (wie z.B. in Batschuns)?
  8. Wie kommt die Gemeinde Satteins möglichst rasch zu einer eigenen E-Mobil-Flotte, die allen Leuten aus Satteins preisgünstig zur Verfügung steht?
  9. Welche Anreize für eine standortgerechte Aufforstung in den Satteinser Waldgebieten kann die Gemeinde schaffen?
  10. Hat die Gemeinde Interesse an der Etablierung eines landwirtschaftlichen Musterbetriebs, der als Vorbild für ökologisches, soziales und wirtschaftliches Handeln im Dorf dienen könnte (z.B. ähnlich Sunnahof in Göfis)?
  11. Was kann die Gemeinde tun, damit die extensive Bewirtschaftung von Teilflächen und die Erhaltung der Artenvielfalt für die Landwirte interessanter werden?
  12. Wie kann die Gemeinde den wirtschaftlichen Betrieb und die Nutzung einer privaten Biogasanlage in der Au unterstützen, damit landwirtschaftliche Abfälle zusammen mit nachwachsenden Rohstoffen zu Strom und Wärme für Satteins verarbeitet werden?
  13. Wie kann die Gemeinde ein nachhaltiges Bepflanzungskonzept entwickeln, das die Interessen von Landwirten, Waldbesitzern, Obstbauern und Imkern berücksichtigt, das Ortsbild verschönert und die Artenvielfalt fördert?
  14. Wie können Anreize zur privaten oder gemeinschaftlichen Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen, wie Sonnenenergie oder Wasserkraft, geschaffen werden?
  15. Wie kann die Gemeinde den Erhalt und die Schaffung von ökologisch wertvollen Flächen und Kleinbiotopen unterstützen?
  16. Was kann die Gemeinde tun, um die Abhängigkeit von fossiler Energie (Öl, Gas) zu reduzieren und CO2-neutrale Technologien zu fördern?
  17. Was muss getan werden, damit auch die Bewohner/innen von Satteins das Altpapier und die Gelben Säcke an einem gemeindeeigenen Ort deponieren können (statt ihre Wertstoffe an den entsprechenden Stellen in den Nachbargemeinden zu entsorgen)?
  18. Was kann vonseiten der Gemeinde getan werden, damit nutzungsbedingte Schäden an Radwegen gering gehalten und nach dem Verursacherprinzip behoben werden?
  19. Wie kann die gleichzeitige Nutzung von (Geh-)Wegen und Nebenstraßen durch Fußgänger, Radfahrer und landwirtschaftlichen Verkehr erleichtert werden?
  20. Was kann die Gemeinde dazu beitragen, damit Müll und Hundekot entlang der Geh- und Radwege entsorgt werden, statt in den angrenzenden Wiesen zu landen?
  21. Wie kann das Bewusstsein der Verursacher von Umweltverschmutzung geschärft werden?
  22. Wie können wir in Satteins zu einem Umdenken bezüglich der Agrarpolitik beitragen, damit regionale, ökologische, gentechnikfreie Produkte mit hohen sozialen Standards erzeugt und verbraucht werden (z.B. durch einen regelmäßigen Bauernmarkt, Hilfestellung beim Marketing für Bauern, die auf die Erzeugung biologischer Nahrungsmittel umstellen, Informationskampagnen zu einem gesunden und verantwortlichen Lebensstil etc.)?
  23. Wie können wir unser Wasser vor dem Zugriff durch internationale Konzerne oder private Institutionen schützen und nachfolgenden Generationen eine gesicherte Versorgung mit sauberem Trinkwasser hinterlassen?
  24. Was kann die Gemeinde tun, damit Satteins zu einem energieautarken Bioenergiedorf wird? (vgl. www.bioenergiedorf.de)
  25. Welche Anreize kann die Gemeinde für den Ausbau privater Nutzung von Sonnenenergie schaffen?
  26. Wie kann die Gemeinde dazu anregen, dass bestehende thermische Solaranlagen auf ihre Effizienz hin überprüft und nötigenfalls optimiert werden?
  27. Welche Anreize kann die Gemeinde für eine Aufwertung ökologischer Mobilität (Fahrrad, E-Bike, E-Auto) schaffen?
  28. Kann die Gemeinde die Straßenbeleuchtung auf moderne, stromsparende Leuchtmittel umstellen und dabei die Kosten für Wartung, Instandhaltung und Energie senken?

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